
Im 15. Jahrhundert dann wurden in Thailand erste Kontakte zu Europa geknüpft. Diese wurden jedoch wieder abgebrochen, nachdem von Seiten Europas versucht wurde sich in die Geschäfte des Landes einzumischen. Danach war Thailand, das zu diesem Zeitpunkt übrigens noch Siam hieß, eine ganze Weile gegen äußere Einflüsse isoliert. Dem Land gelang es damit als einzigem in Südostasien vor der Kolonisationspolitik bewahrt zu bleiben. Unter König Rama dem Fünften wurde Thailand reformiert, man öffnete sich dem Westen wieder (unter Bewahrung der Souveränität) und führte Thailand in die Moderne. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde dann auf unblutige Weise die absolute Monarchie in eine konstitutionelle umgewandelt, die bis heute besteht. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs ergriff jedoch das Militär die Macht in Thailand und es folgte eine Phase der Diktatur, die Thailand in ein verhängnisvolles Bündnis mit Japan manövrierte. Nach der Niederlage Japans wurde die Diktatur vorerst abgeschafft und der heute noch regierende König Rama IX. auf den Thron gesetzt. Die darauf folgende Zeit ist wiederum von einem ständigen Wechsel zwischen Diktatur und Demokratie geprägt, der schlussendlich in den Neunzigerjahren wieder zur Einführung der konstitutionellen Monarchie in Thailand führte. Heute ist Thailand wieder ein demokratischer Staat mit einer erstarkenden Wirtschaft und zunehmendem Einfluss in Südostasien.